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Hochschulring Deutscher Kajakfahrer Kiel e.V.

 

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Das PADDELBLATT

PaddelBlatt

Inhalt

 

© HDK Kiel


Bei dem PADDELBLATT handelt es sich nicht nur um den Teil des Paddels, der beim Kajak- und Kanufahren für den Vortrieb verantwortlich ist, sondern auch um die Vereinszeitung des HDK. Die ursprüngliche (Paper-)Version erscheint etwa viermal im Jahr in unregelmäßigen Zeitabständen und enthält neben Vereinsinterna auch Berichte über Privat- und Vereinsfahrten. Dazu kommen Texte, die mit Verein, Paddeln, Sicherheit beim Kajakfahren uvm. zu tun haben.
Ein Teil des Paddelblatts wird hier in Zukunft auch Online zu lesen sein. Viel Vergnügen.

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Der HDK 1947/ 1997 - Ein (fast) neuer Anfang

Als sich Ende April 1997 der Vorstand im Bootshaus traf, um die anstehenden Fragen zum Wiedereinzug zu klären, gingen die Gedanken zurück auf die Jahre 1995 und 1945 - 1947. Ende April 1995 wurde nach einem engagierten Vorgehen des HDK gegen die drohende Vertreibung aus seinem Bootshaus erreicht, daß der Verein an seinem bisherigen Standort verbleiben konnte. Wieder einmal war die Existenz des HDK gefährdet, wenn auch die heutigen Umstände wesentlich günstiger sind als vor 50 Jahren.

Der frühere Vorsitzende ("Vereinsführer") aller HDK-Ringe, Ferdinand Staelin (1935-1940), wollte die Vereinigung in entsprechende NS-Organisationen überführen, was die Auflösung des HDK bedeutet hätte. Als Staelin 1940 zur Wehrmacht eingezogen wurde, ging der Vorsitz an den gewählten Hellmuth ("Johnny") Ströh vom Ring Kiel. Somit kamen alle Vereinsakten und die Hauptverwaltung nach Kiel. Allerdings wurde Ströh erst nach einigen Auseinandersetzungen wegen mangelnder politischer Einstellung zum Nationalsozialismus 1942 vom zuständigen NS- Sportführer bestätigt und "eingesetzt".

Der Kieler Ring war damals im Marstall des Schlosses in der Nähe der Seegarten-Brücke im "Paddelhof" der Universität untergebracht, wo auch der freiwillige Kanusport des Instituts für Leibesübungen stattfand. Der HDK konnte dort bis Sommer 1944 seinen Sportbetrieb aufrecht erhalten. Bei einem Luftangriff auf Kiel brannten das Schloß und der Marstall aus, was zum Verlust der meisten Boote und zur Einstellung der Fahrten führte.

Während der Herrschaft des Nationalsozialismus war die Zahl der HDK-Mitglieder sehr stark zurückgegangen:

  1932 etwa 1300
  1942 etwa 110
  1945 etwa 88

Der Kieler Ring besaß 1945 noch elf Mitglieder, die sich im Februar 1946 trafen und den HDK wieder aufbauen wollten.

Offiziell waren Sportvereine in allen vier Besatzungszonen durch den Beschluß des Alliierten Kontrollrates zum 1.1.1946 aufgelöst worden. Eine Neugründung von Vereinen durfte nur auf Kreis-Ebene nach einer Entnazifizierung der Personen und einer "Entmilitarisierung des Sportwesens" erfolgen.

Anfang April 1946 forderte das Entnazifizierungsgremium der Stadt Kiel den HDK zur Abgabe von Unterlagen über den Vorstand auf, um das Verfahren zur Zulassung des Vereins einzuleiten.

Ströh teilte als 1. Vorsitzender des "Hochschulringes Deutscher Kajakfahrer Ring Kiel" seine Daten und die des 2. Vorsitzenden, des Medizinstudenten Horst Armbrust, mit. Die Zahl der Vereinsmitglieder betrug elf. Von einer weiteren Sammlung der früheren Mitglieder hatte Ströh noch abgesehen, da die Verhältnisse der Sportorganisation in Kiel und besonders im Wassersport noch ungeklärt waren.

Die Britische Militärregierung hatte Fahrverbote verhängt, und ein Befahren der Kieler Förde erschien auch wegen der vielen Wracks und Munitionsreste nicht ratsam. Allerdings gab es einen Ausweg: Das Angeln war mit entsprechender Genehmigung auch vom Boot aus erlaubt. Dr. Feige als Direktor des Instituts für Leibesübungen (IfL), in dessen Bootsschuppen neben dem abgebrannten Universitätsbootshaus der HDK Zuflucht gefunden hatte, stellte Blankobescheinigungen zum Angeln aus. Dadurch sollte die Ernährung der hungernden Studenten verbessert werden. So konnte man schon einmal mit dem Faltboot in die Heikendorfer Bucht paddeln und angeln (1). 1945 gab es im Verein sieben Boote der Mitglieder und zwei Vereinsboote. Später konnten auch die Boote des IfL benutzt werden.

Die Zulassung der beiden HDK-Mitglieder als Vorstand war unproblematisch. Ströh hatte der NSDAP nicht angehört, sondern Auseinandersetzungen mit der Gau- und Kreissportführung gehabt. Außerdem war er als Mitglied einer 1933 verbotenen Loge unverdächtig.

Horst Armbrust war zwar Mitglied der Hitler-Jugend gewesen, aber später aus der NSDAP ausgetreten, was ihm auch nach anderen Widerborstigkeiten einige Schwierigkeiten eingebracht hatte.

In einem Schreiben von Ströh und Armbrust Anfang Oktober 1946 an das Hauptquartier der Militärregierung in Kiel wurde die Genehmigung zur Gründung des Sportvereins "Hochschulring Deutscher Kajakfahrer Kiel" beantragt " zum "Zwecke der Ausübung des Kajaksports".

Im April hatte Ströh offensichtlich mit der Bezeichnung "HDK Ring Kiel" noch an die Konstruktion des HDK vor 1945 anknüpfen wollen, sich dann aber mit der Beschränkung auf den Kreis Kiel abfinden müssen.

Das Vereinsleben unterlag einer strengen Kontrolle (Satzung, Mitgliederlisten, Finanzierung, Buchführung) und Reglementierung. Jeweils am Sonnabend um 16:00 Uhr war eine Zusammenkunft der HDK-Mitglieder beabsichtigt. Jede zusätzliche Veranstaltung mußte der Militärregierung wenigstens eine Woche vorher angezeigt werden. Im Herbst 1946 lockerten die Briten ihre Besatzungsherrschaft gegenüber dem Wassersport etwas.

Der Schiffahrtsbefehl Nr. 2 hob für alle Arten von Ruder- und Paddelbooten sowie für kleine und mittlere Segelboote ohne Maschine die Erlaubnispflicht auf. Die Segelboote mußten in einem Sportsegelverein registriert sein, der von der Britischen Militärregierung zu genehmigen war. Das Fahrtengebiet beschränkte sich auf Binnengewässer und Hafenmündungen. Für die Kieler Förde galt als Grenze die Linie zwischen Laboe und Bülk.

Da zu diesem Zeitpunkt nur die Bildung von Segelsportvereinen zugelassen war, verfiel man auf den Ausweg, daß Kanugruppen als korporative Mitglieder in Segelsportvereine eintraten.

Der HDK knüpfte die Verbindung zum Kieler Yacht-Club (KYC), der seinen vorherigen Namen Yacht-Club von Deutschland (YCvD) nicht mehr führen durfte. Bereits 1936 hatte sich der Kaiserliche Yacht-Club (KYC) unter dem politischen Druck aufgelöst und war mit anderen Vereinen im YCvD aufgegangen.

Der HDK hatte gegenüber dieser Entwicklung seinen Namen behalten und fortführen können.

Nach der Befürwortung der HDK-Gründung durch den Kieler Oberbürgermeister Andreas Gayk Ende Oktober 1946 und der Vorlage der Bescheinigung über die korporative Mitgliedschaft im KYC durch dessen Vorsitzenden Dr. Ferdinand Hell stellte die "909 Det. Military Government" in Kiel dem Hochschulring Deutscher Kajakfahrer am 27. Februar 1947 die "Certificate of Registration" (Registrierungs-Ausweis) unter der Nr. 42 zum 2.12.1946 aus.

Somit war nun ein bescheidenes Vereinsleben möglich geworden und ein begrenztes Wassersportrevier zu befahren.

Vor 50 Jahren nutzte der HDK die ihm gegebene Möglichkeit, um im Bereich der Kieler Universität ihren Angehörigen das Kajakfahren in einem Verein anzubieten. 1997 sollten die Mitglieder nach zwei Jahren ohne Bootshaus die "Seeburg" wieder als Ausgangspunkt vieler Fahrten und Treffen annehmen.

© Klaus Dietmann, HDK Kiel

(1)   Aussage eines früheren HDK-Mitgliedes (Zurück)

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20 Jahre Paddelblatt

20 Jahre Paddelblatt
© HDK Kiel

Im Oktober 1987 erschien die Vereinszeitung des HDK zum erstenmal unter ihrem heutigen Namen PADDELBLATT.


Der HDK am Tag der Offenen Tür der CAU
am 28. Juli 2000

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel hatte das zweite Mal zum Tag der Offenen Tür eingeladen.

Kurzentschlossen verlagerte der HDK für einen Tag Teile des Bootsbestandes und Aktivitäten von seinem Bootshaus in der "Seeburg" auf den Campus. Hinter dem Sportzentrum fand sich bei Sonne und leichter Brise ein schöner Rasenplatz mit Blick auf den Uni-Teich, die Fakultätsblöcke und das Biologie-Zentrum.

Schnell waren Zelte, ein Info-Tisch aufgebaut und das Bootsprogramm arrangiert.

Fotos von fernen Küsten (Eismeer, Pazifik) und nahen Gewässern regten zur Entdeckung der Möglichkeiten an.

Die mitgebrachten Boote und Paddel gaben einen Einblick in die Fülle der besonderen Interessen und Ansprüche im Kajakfahren.

Tourenboote, voll ausgerüstete Seekajaks und nach Originalunterlagen entworfene Kajaks im Eigenbau (Alaska, Aleuten, Grönland) standen im Mittelpunkt von Fragen und Antwort.

Eine kleine Besonderheit stellte der Bau eines Alaska-Retrieval-Kajaks (Boot zum Einbringen der am Eisrand erlegten Beute) vor den Augen der interessierten Besucher dar: Wie bekommt man aus Holz und Leinen mit Nadel und Garn ein gebrauchsfähiges Boot zusammen?

Auch diese Frage konnte beantwortet werden.

  K.D.


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