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Home > Aktivitäten > Touren > Salzhaff 2007

Poel
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Pfingsttour im Salzhaff 2007

Egal, ob sich der deutsche Wetterdienst in düsteren Prognosen ergießt. Für uns war eines klar: Nix wie raus, denn erstens stand ein langes Wochenende ins Haus und zweitens bringt so eine Tour immer ne Menge Spaß... Und so war auch diese Reise über das Pfingswochenende 2007 ein echter Knaller!

4 Tage haben wir eine Perle der Mecklenburgischen Ostseeküste erkundet. Nur knapp 2 Autostunden entfernt von Kiel liegt das Salzhaff. Von der nördlichen Seeseite umarmt die Halbinsel Wustrow dieses Flachwasserparadies, östlich schließt sich die in der Wismarer Bucht liegende Insel Poel an. Und wir, das sind: Irene Schenzer, Rene Bromberger & Lene Sierich, Helge Ahrens, Henry Konopka, Klaas Loger und Roger Fischer.

Unser Abenteuer begann Freitag, 25.Mai 2007 gegen 14.00Uhr in Kiel bei recht feuchten und stürmischen Wetterkapriolen. Unser nicht unumstrittener Vorsatz für den heutigen Tag: In der Hansestadt Wismar im Yachthafen Wendorf einsetzen und die Nacht in Timmendorfer Strand auf Poel zu verbringen.
Bei Ankunft im Yachthafen fröhnten schon Berliner Paddelfreunde verführerisch duftendem Grillgut und frischen Getränken. Sie hatten, gemütlich im Campinggestühl versunken, ihre geplante Abfahrt schon verschoben und wollten auf Grund des regnerischen Wetters erst morgen nach Timmendorf zu paddeln. Wie einfach das Leben doch sein kann

Erst die Belohnung und dann die Arbeit? Das war nix für uns. Ein HDK´ler, ein Wort und so hatten wir nach einer Stunde die Boote gepackt, im Wasser und den salzigen Duft der Ostsee in der Nase. Erstaunlich wieder einmal, was in so ein Boot doch alles rein passt. Dem neuen über dem Festland aufziehenden Unwetter entfliehend, querten unsere 5 Boote die Wismarer Bucht gegen 17.00 Uhr und 2 Stunden später erreichten wir das erste Nachtlager in Timmendorf auf der Sonneninsel Poel.

Perfekt gelegen präsentierte sich der Campingplatz gleich hinter den Dünen. Wir bauten unsere Zelte auf komfortablem, saftigem Rasen. Die Betrieberfamilie zeigte sich super aufgeschlossen und hilfsbereit. Unsere Not der nassen Klamotten erkennend, wurde kurzerhand das platzeigene Heizhaus zum Trockenraum umfunktioniert und so schlüpften wir am nächsten Morgen in wohlig warme Paddelkleidung. Einen dicken Dank noch mal an diese Adresse! (Campingplatz "Leuchtturm", Timmendorf Strand/ Poel, Tel. 038425-20224)

Kaum vom morgentlichen Bad in der Ostsee zurück, punktete Henry Samstag bei allen mit frischen Brötchen und heißen Frühstückseiern aus dem Minimarkt. Gestärkt hielt es nun keinen mehr. Irene, unsere Seewetterexpertin mit Weltempfangsanlage, gab grünes Licht und schon waren wir auf dem Seeweg um Poel im Uhrzeigersinn zu umrunden.

Die weiten menschenleeren Strände des ´´Schwarzen Busch´´ mit bizarr aufgetürmtem und ausgeblichenem Schwemmholz zogen zu unserer Rechten vor Dünen und Steilufern entlang und vermittelten einen Hauch von Unberührtheit. Ein einmaliges Bild bot die Kulisse der mannshohen Findlinge im Wasser. Knapp unter der Wasseröberfläche schlummernde Grußboten der Eiszeiten geboten uns ständige Vorsicht um Kollisionen zu vermeiden.

Die Vogelschutzinsel Langenwerder nur wenige Meter der Insel Poel im Nordwesten vorgelagert, hält an der Passage in Höhe des Ortes Gollwitz ein ganz besonderes Erlebnis parat. Unvorstellbare Anzahlen von Seevögeln bereiteten eine Geräuschkulisse, die uns automatisch die Paddel still halten ließ. Fasziniert hielten wir inne und wähnten uns in einer anderen Welt, in der wir uns kaum zu rühren wagten, nur zuhörten. Gänsehaut in jedem Boot und die Gewißheit, daß Menchen hier nichts zu suchen haben, allenfalls als Zuschauer.
Die nur handbreit tiefe Passage hinter uns lassend, glitten erst jetzt unsere Boote durch das ruhige und flache Wasser des Salzhaffs. Der Grund war schwarz vor Pflanzenbewuchs und Muschelbesatz. Umsäumt von naturbelassenen Salzwiesen und Steilküsten liegt das Haff in einer sehr reizvollen, eiszeitlich geformten Hügellandschaft. Eine Augenweide...

Mit den uns noch unbekannten Campingplätzen kam es uns vor wie ein Lotteriespiel. Aber Nieten - weit gefehlt! Es war immer Verlass auf unsere Intuition und auch den hier familiengeführten Platz. Der Campingplatz Boiensdorfer Werder, gelegen auf gleichnamiger, tropfenförmiger Halbinsel, ist nur wenige Kilometer östlich von der Hansestadt Wismar gelegen ein Eiland der Ruhe. Vom Wasser fast vollständig umschlossen regieren hier Entspannung und Gelassenheit für Angler, Paddler, Biker, Radfahrer und auch Familien mit Anhang (Feste Hütten buchbar, Minimarkt, Restaurant lecker & preiswert; Campingplatz "Möwe" am Salzhaff / Boiensdorfer Werder, Tel. 038427/219)

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Für Paddler empfiehlt sich die Mitnahme eines Bootswagens. Grummellige Zeitgenossen ließen das durchblicken..... Das Ostseebad Rerik war unser Ziel am Pfingstsonntag. Dieser verschlafene Badeort liegt an der engsten Stelle der Landzunge, die sich in westlicher Richtung zur Halbinsel Wustrow ausformt. Bequem lassen sich die Boote aus dem Salzhaff hier über die nur ca. 50m an den Strand hinüber zur offenen Ostsee tragen. Prägen breite Schilfgürtel mit einer erschlagend reichen Fauna die landeinwärts zugewandte Seite der halbinsel Wustrow, protzt die langgezogene, nordwestliche Ostseeküste mit ansprechend ausgeformten Steilufern, die teilweise wie ein Schweizer Käse anmuten. Große Kolonien von Uferschwalben habe ihre Brutröhren in die Steilwände gebaut. Ein besonders Schauspiel ist es immer wieder den geschickten Seeschwalben bei der Futtersuche über ´´die Flügel´´ zu schauen. Sie vollführen rasante Flugmanöver um urplötzlich, ja blitzartig aus mehrern Metern Höhe ins Wasser zu stoßen um kleine Fische zu erbeuten. Rerik übrigens hat seinen eigenen Charme. Neben den mondänen Nachbarbädern Kühlungsborn und Heiligendamm geht’s hier urrsprünglicher zu. Hier ticken die Uhren noch langsamer. Und das auch ist gut so.

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Durch den Breitling und unter dem Poel-Damm hindurch passierten wir auf dem Rückweg vollauf zufrieden mit uns und dem Wochenende die Insel Poel östlich. Schon von weitem sind die riesigen, türkis-hellgrauen Hallen der wismaraner AKER-MTW Werft zu sehen und dienten uns als Orientierung auf unseren letzten Etappe.

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PoelHinter uns lag ein gelungenes Wochenende und in der Summe 54 gepaddelte Kilometer voller schöner Erlebnisse und Eindrücke. Die angekündigten schweren Regenschauer hielten sich an unsere Bestellungen und ergossen zu unserer Freude ausschließlich des nachts.

Für Nachahmer bleiben diese Tour und auch die beschriebenen Übernachtungsmöglichkeiten unbedingt empfehlendwert. Weitere Infos:

http://www.salzhaff-info.de/
http://www.poelonline.de

Text von Roger Fischer

 

 

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  Sitemap    Letzte Änderung: 13.09.2010   webmaster @ hdk-kiel.de   Impressum