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Hochschulring Deutscher Kajakfahrer Kiel e.V.

 

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TAGEBUCH 2007

Hier kommen in loser Reihenfolge (zeitlich rückwärts sortiert) kleine Einträge und Bilder verschiedenster Aktivitäten rund ums Paddeln und den HDK

Notfälle 02-08-2007

Ein "Zwischensommer" hat mich trotz Wochenmitte am früheren Nachmittag ins Boot und auf die Förde getrieben. Schon um 15h habe ich vom Steg abgelegt. Vor der Blücherbrücke sah ich von weitem zwei größere Motorschlauchboote, die außerhalb des Fahrwassers mit relativ hoher Geschwindigkeit nebeneinander fahrend auf mich zukamen. Natürlich war Ausweichbewegung angesagt, von mir natürlich, aber die beiden drehten nach. Na gut, dachte ich so bei mir, zwischen den beiden ist bestimmt genug Platz - dann halt mittendurch, was auch sonst. Der Fahrer des äußeren Bootes schien mich gesehen zu haben, gab Gas, überholte das andere Boot und setzte sich davor. Diese Chance nutzte sein Kumpel, um cool durch die Wellen des Kielwasser zu bratzen. Als er durch war, hat er mich dann endlich gesehen, und ist erschreckt abgedreht. Da er nur etwa 5m an mir vorbei fuhr, hatte ich noch die Chance, den Fahrer anzuschnautzen, er solle doch gefälligst mal nach vorne gucken. Ich hoffe, die haben was gelernt.

Das ist ein auf der Förde ganz neuer Typus von Fahrzeugen, schnell, wendig und verspielt. Dadurch tatsächlich gefährlich für Paddler oder kleinere Wasserfahrzeuge, die vom ungeübten Auge schon mal übersehen werden können.

Das war ja noch mal gut gegangen!!

Dazu noch zur Erinnerung kurz die Regelung der Geschwindigkeiten auf der Kieler Förde, wie sie in der SeeSchStrO, § 26 Höchstgeschwindigkeit (§ 26 Abs. 3 SeeSchStrO) festgeschrieben ist (http://www.elwis.de/Schifffahrtsrecht/....):

12.15 Kieler Förde
12.15.1 Südlich des durch das Marine-Ehrenmal Laboe gehenden Breitenparallels => 18.5 km/h (10 kn)
12.15.2 Darüber hinaus südlich des Leuchtfeuers Friedrichsort innerhalb eines Abstandes von weniger als 200 m vom Ufer => 10 km/h (5.4 kn)

Bimmeltonne vor Laboe
Die Bimmeltonne vor Laboe
Friedrichsorter Leuchtturm
Der Friedrichsorter Leuchtturm (etwas windschief)

 

Ohne Aufregung war die Querung zum Ostufer und die Paddelei bis zur Bimmeltonne vor Laboe. Hier ist das Fahrwasser relativ schmal, gut zu überblicken und daher auch sicher und schnell zu queren. Es sollte natürlich nicht vergessen werden, daß die Geschwindigkeit der Schifffahrt im Fahrwasser größer ist, als in der Innenförde. Auf dem Weg zum Leuchtturm Friedrichsort fiel mir hinter dem Dampferanleger ein dümpelndes Motorboot auf, auf dem Vordeck zwei die Arme schwenkendenn Gestalten.

Mein erster Gedanke war, daß sie sich einem Bekannten in einem anderen Boot bemerkbar machen wollten, allerdings wollten die gar nicht aufhören. Die machen doch nicht Gymnastik? Das Boot lag ohnehin fast auf meiner Route, eine kurze Kursänderung und ich war in der Nähe. Die guckten mich sparsam an, ich sagte sowas wie
"Das ist zwar ein Notsignal, ich gehe aber eigentlich nicht davon aus, daß ihr in Seenot seid".
"Doch"
, sagten sie, "der Motor ist kaputt", und sie fragten, ob ich wohl abschleppen könne.
"Nee"
, sagte ich, "da kann ich nix machen".
Aber bei einem anderen Boot Bescheid sagen könnte ich. In der Nähe tuckerte ein Motorsegler fördeauswärts, ich fuhr ran und erläuterte kurz das Problem. Es waren leichte Westwinde, so etwa 2-3Bft, das Motorboot driftete also langsam Richtung Fahrrinne.

Ich bin danach flott weiter zum Leuchtturm gepaddelt, hab mich auf eine der Betonplatten nördlich vom Leuchtturm gesetzt und Fernglas, Kaffee und Brot rausgeholt. Der Motorsegler dümpelte am Motorboot rum, fuhr ran und wieder weg, ich hätte mit einem Abschleppmanöver gerechnet, aber nichts derartiges passierte. Dann kam von Laboe ein Zollkreuzer, die guckten auch und fuhren dann weiter Richtung Innenförde. Ich dachte schon, die wollen die armen Jungs auf dem Motorboot verhungern oder verdursten lassen. Aber dann kam der kleine Stepke (Tochterboot der DGzRS aus Laboe) mit Höchstgewschwindigkeit herangebraust. Das Boot wurde an den Haken genommen und wahrscheinlich nach Friedrichsort geschleppt. Ich hab das Gespann noch am Leuchtturm vorbei fahren sehen, danach sind sie in die Holtenauer Bucht abgebogen, wo ich sie aus den Augen verloren habe.

Also merken wir uns dazu mal zwei Dinge:
- was wie Notsignal aussieht, ist manchmal tatsächlich ein Notsignal
- und die Telefonnummern vom DGzRS sollte man immer parat haben.

http://www.dgzrs.de/

DGzRS, SEENOTLEITUNG (MRCC) BREMEN
Werderstr. 2, D- 28199 Bremen
Alarmierung in Seenotfällen: Seenotleitung MRCC Bremen
- über die UKW- Kanäle 16 und 70 (DSC) die SEENOTLEITUNG (MRCC) BREMEN / BREMEN RESCUE RADIO mit dem Rufzeichen "Bremen Rescue"
- Mobil-Telefonnummer 124124 im Abdeckungsbereich der deutschen Mobilfunknetze an der deutschen Nord- und Ostseeküste
- über die Telefonnummer 0421/536870
- per GMDSS
- Telefaxnummer 0421/5368714
- Telexnummer 246466 (answer back: mrcc d)
- über die Seenotkreuzer der DGzRS und die internationale Schifffahrt auf den entsprechenden Sprechfunknotfrequenzen und im DSC-Verfahren (UKW, GW, KW)

Text: Axel Mohr, Bilder: Doris Maicher

Schiffe am Friedrichsorter Leuchtturm
Dicke Containerschiffe am Friedrichsorter Leuchtturm (der offiziell ein LeuchtFEUER ist)

Frühlingspaddeln

Das diesjährige Frühlingspaddeln mit Rudi, Klaus, Robert und Roger.

Frühlingspaddeln Frühlingspaddeln
Frühlingspaddeln Frühlingspaddeln
Fotos: Albert Eßmann

 

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